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Frau Selle ist Kostümbildnerin. Herr Redelberger und Herr Desch sind Schauspieler.
Heute leben diese drei Künstler zusammen mit anderen Kollegen im Marie-Seebach-Stift, einem Altersheim für Bühnenkünstler in Weimar.
Täglich macht Herr Desch seine Sprechübungen. „Das hilft, dass man Abstand kriegt, dass man das nicht so empfindet - dieses Alt-Sein.“
Frau Selle sucht jetzt ein paar Mitbewohner, um gelegentlich gemeinsam zu musizieren. „Aber mit Nachsicht von allen Seiten“ meint sie und lacht: „Kann ja nicht mehr so gehen wie's mal war.“
Bis vor einem Jahr konnte Herr Redelberger mit seiner Frau noch regelmäßig Tennis spielen. Das war für das Ehepaar „noch mal ein Jungbrunnen“, besonders weil sie dort Kontakt mit jüngeren Menschen hatten. Es sei nicht leicht, nur noch ältere Menschen zu sehen.
Leicht eilt die Zeit ist ein Film über Leben, Begegnung und Erinnerung. Der Entschluss, Schauspieler zu werden, die Auseinandersetzung mit den Eltern, der Einschnitt durch den Krieg oder die Erkenntnis, dass „die letzte Lebensphase begonnen hat“: Jeder geht auf andere Art mit diesen prägenden Erfahrungen um. Und am Ende des Films staunt Frau Selle: „Das ist ganz eigentümlich, wenn man sich selbst sieht.“
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